Demokratiebildung in der Straßenbahn und Fußgängerzone
Mitmachaktionen zu Desinformation und Demokratie
Zur Langen Nacht der Demokratie hat die Fachstelle Demokratiebildung beim Bildungswerk zwei Veranstaltungen mit aufsuchendem Charakter durchgeführt. Das heißt: Wir sind auf die Menschen zugegangen und haben das Gespräch gesucht - in unerwarteten Situationen. Dabei sind anregende Begegnungen und Gespräche entstanden, zum Nachdenken und nachwirken lassen:
Realtalk in der Straba
Jugendliche haben eine Mitmachaktion in Freiburger Straßenbahnen durchgeführt und luden Fahrgäste dazu ein, über Desinformation, Medienkompetenz und demokratisches Zusammenleben ins Gespräch zu kommen.
In vier Workshops haben sich die Jugendlichen vorbereitet, vertieften ihr Wissen zu Desinformation und Demokratie und entwickelten die Aktionsideen weiter:
Mit einem Glücksrad-Quiz zu Desinformation
einer Greenscreen-Fotostation zum Thema Bildmanipulation und Künstliche Intelligenz sowie
kurzen Interviews
So luden sie die Fahrgäste ein, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
7 Bierdeckel für die Demokratie
Für den Einstieg in die Gespräche nutzen sie die 7 Fragen der „Demokratiedeckel“: 7 Bierdeckel mit anregenden Fragen, zum Beispiel:
Welche guten Gründe können Menschen haben, um nicht wählen zu gehen?
Welches Deiner Alltagsprobleme wird zu wenig diskutiert?
So entstanden etwas über 50 Gespräche zwischen Generationen und Lebenswelten. Für die Jugendlichen war es eine Aktion mit vielen neuen Eindrücken und Lernfeldern und das wirkt noch nach, hoffentlich auch bei den Fahrgästen. Zum Projektabschluss wird es einen Kurzfilm über das gesamte Projekte und Ausschnitte der Interviews geben.
Glücksrad-Quiz zu Desinformation in Rastatt
Auch in Rastatt gab es ein vielfältiges und anregendes Programm zur Langen Nacht der Demokratie. Dort waren wir mit einem Glücksrad-Quiz mitten in der Fußgängerzone vertreten und kamen mit über 300 Menschen ins Gespräch zum Thema Desinformation und Fake News. Unser Ziel war die Sensibilisierung für dieses zentrale Thema bei der politischen Meinungsbildung. Das Glücksrad war zunächst ein Anziehungspunkt für Kinder, aber so kamen wir auch mit sehr vielen Eltern ins Gespräch. Das hat uns große Freude bereitet! Jetzt bleibt das Glücksrad noch für ein paar Wochen in Rastatt und kommt dort bei der Schulsozialarbeit zum Einsatz.
Wer steckt dahinter?
Die Aktionen hat die Fachstelle Demokratiebildung des Bildungswerks der Erzdiözese Freiburg gemeinsam mit der Kinder- und Jugendarbeit im K.I.O.S.K. im Rieselfeld e. V., der Partnerschaft für Demokratie Freiburg, Kommunikation und Medien e. V. sowie dem Caritasverband für den Landkreis Rastatt durchgeführt. Die Straßenbahnaktion wurde von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert.