Podium organisieren

Ein Podium ist eine gute Möglichkeit, um Dialog über wichtige Umwelt- und Klimafragen zu fördern. Ob es um ein bundespolitisches Thema wie ein Tempolimit, ethische Fragestellungen zur Generationengerechtigkeit oder lokale Anliegen wie den Bau von Windkraftanlagen geht – ein Podium bietet die Gelegenheit, verschiedene Perspektiven zusammenzubringen.
Ein Podium lebt davon, dass Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen über kontroverse Themen diskutieren: Bürger*innen, Entscheidungsträger*innen und Expert*innen. Es erzeugt einen Ort demokratischer Auseinandersetzung und macht deutlich, welche Fakten, Ängste, Anliegen und Motivationen es in Bezug auf ein bestimmtes Vorhaben gibt. Das ist wichtig, denn Klimaschutzmaßnahmen können nur dann wirksam sein, wenn Menschen sich bei ihrer Einführung auch gehört fühlen und Änderungen einbringen können. Wenn das Podium öffentlich ist, eröffnet es einen Raum für konstruktive Gespräche und weckt die Lust auf Mitgestaltung und Teilhabe.
 
Personenzahl: 3-5
Kosten: 0-150€ (für Raummiete, Mikrofon etc.)
Zeitaufwand: 1-2 Vorbereitungs­treffen erforderlich
Durchführung: 4-5 h

Material

  • Werbematerialien, Räumlichkeit, Mikrofone, Soundanlage

To do´s um das Projekt zu organisieren und durchzuführen (am besten Schrittweise)

Vorbereitung
  • Thema festlegen (Gut geeignet sind Klimaschutzmaßnahmen auf lokaler Ebene, z.B. Bau einer Windkraftanlage oder eine autofreie Zone in der Stadt, aber auch überregionale Themen sind möglich. Das Thema sollte in jedem Fall präzise, aber nicht zu eng formuliert sein und Anlass zur Diskussion bieten, z. B. „Windkraft in unserem Ort – Investition in eine klimafreundliche Zukunft oder Belastung für unsere Umgebung?“
  • Datum und Ort bestimmen 
  • Geeignete Räumlichkeit auswählen und reservieren
  • Referent*innen mit möglichst unterschiedlichen Perspektiven einladen, z. B. Bürger*innen, Fachleute, Politiker*innen, Umweltaktivist*innen. Für die Diskussion ist es hilfreich, wenn die Referent*innen in Sachkenntnis, Prominenz und Redegewandtheit in etwa gleichstark/-wertig sind. Im Sinne demokratischer Inklusion sollte aber auch Bürger*innen die Möglichkeit gegeben werden, teilzunehmen. Hier gilt es abzuwägen. Die Anzahl sollte sich zwischen 3 und 6 Referent*innen, aber nicht mehr bewegen. 
  • Moderation organisieren (redegewandte und sachkundige Person, auch zu zweit möglich)  
  • Fragen an die Referent*innen und Fakten vorbereiten
  • Werbung machen (Flyer, Social Media, lokale Medien informieren und Einladungen versenden)
  • Technische Ausstattung klären (Mikrofone, Projektoren, Sitzgelegenheiten und Technik testen)
  • gegebenenfalls ein Anmeldesystem einrichten, um Teilnehmerzahlen zu planen
  • Aufbau planen
Während des Podiums
  • Teilnehmende begrüßen (Ankunft koordinieren, Informationen bereitstellen)
  • Eröffnung des Podiums (Einführung durch den Moderator, Vorstellung der Referent*innen, Eingangs-Statements der Referent*innen) 
  • Diskussion leiten (Fragen an die Referent*innen stellen, Fakten als Hintergrundinformation einbringen, auf gleichmäßige Redezeit und Gesprächsregeln achten, als Moderation neutral leiten)
  • Fragezeit für Fragen aus dem Publikum einplanen (auch hier auf angemessene Redezeiten und ausgeglichene Verteilung im Publikum achten) 
  • Diskussion abschließen (Referent*innen stellen ihre Schluss-Statements da, Moderation fasst die wichtigsten Argumente und Positionen zusammen) 
Nach dem Podium
  • Dank aussprechen (an Referent*innen, Teilnehmende und Unterstützer*innen)
  • Feedback einholen (von Zuschauenden und Referent*innen zur Veranstaltung)
  • Ergebnisse dokumentieren (wichtige Erkenntnisse und Vorschläge festhalten)
  • Presseberichterstattung auswerten, Bericht über Social Media veröffentlichen
Unterstützung/Vernetzung
  • Gemeindeverwaltung
  • Bundeszentrale und Landeszentralen für politische Bildung
  • Zeitungen, Radiosender