Fiona Dorn über "In allen Spiegeln ist sie schwarz"
Mitarbeitende und Engagierte des Bildungswerks erzählen, was sie lesen – und was sie daraus lesen. Fiona Dorn engagiert sich in der Katholischen öffentlichen Bücherei Wolfach. Sie stellt ein Buch vor, das sie wütend macht.
Was ich lese – und was ich daraus lese

Fiona Dorn engagiert sich ehrenamtlich in der Katholischen öffentlichen Bücherei Wolfach
Für einen Job geht die erfolgreiche Kẹmi nach Stockholm, um dort für einen reichen CEO zu arbeiten, mit dem die Stewardess Brittany-Rae ein Verhältnis eingeht. Die 18 jährige Muna versucht nach ihrer Flucht in Stockholm Fuß zu fassen. Lọlá Ákinmádé Åkerström zeigt in ihrem fesselnden Roman, wie es sich für Women Of Color anfühlen kann, in einer von weißen dominierten Gesellschaft zu leben, in der vor allem Männer ihre Kontrolle über sie ausüben.
Das Buch macht mich wütend, vor allem da die Geschichten zwar Fiktion sind, doch genauso passieren könnten und passieren. Rassismus geht oft mit der Unterdrückung weiblich gelesener Personen einher. Ákinmádé Åkerström schafft es, diese schweren Themen mit einem leichten und mitreißenden Schreibstil rüberzubringen, der mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen ließ. Ich möchte mehr über intersektionalen Feminismus lernen. Bücher wie dieses helfen mir dabei, neue Perspektiven zu erschließen und die Welt mit anderen Augen zu sehen. Ich bin davon überzeugt, dass das Lesen solcher Geschichten für mehr Solidarität und Empathie in unserer Gesellschaft sorgt, weshalb ich das Buch jeder Person ans Herz lege, die mit dem Privileg auf die Welt gekommen ist, sich sicher und akzeptiert in ihrer Heimat fühlen zu können."
Bildung ist Umblättern im Kopf
Der Bildungsherbst 2025 lädt dazu ein, innezuhalten, neue Gedanken zuzulassen und sich von Büchern, Vorträgen und Gesprächen inspirieren zu lassen. Mitarbeitende und Engagierte des Bildungswerks erzählen, was sie lesen – und was sie daraus lesen. Also wie Bildung ihr Leben, Denken, Fühlen, ihr Engagement und ihre Arbeit verändert.
