Sebastian Friese über "Der Turm aus Licht"
Mitarbeitende und Engagierte des Bildungswerks erzählen, was sie lesen – und was sie daraus lesen. Sebastian Friese ist stellvertretender Direktor des Bildungswerks. Er stellt ein Buch vor, den seinen Blick vom Schreibtisch aus dem Fenster verändert.
Was ich lese – und was ich daraus lese

Sebastian Friese ist stellvertretender Direktor des Bildungswerks
Der historische Roman „Der Turm aus Licht“ von Astrid Fritz lässt mich eintauchen in die lange Zeit des Turmbaus zwischen 1270 und 1330. Mit den Augen der Menschen dieser Zeit wird Historisches verwoben mit Geschichten der Kleinen und Großen. Von Baumeistern und Grafen, Pfarrern und Oberinnen, Handwerkern, Bettlern und Mägden, von kräftigen Männern und – noch viel mehr – von starken Frauen erzählt sie. Und fein zeichnet die Autorin nebenher eine Geschichte der von Legenden umwobene Steinmetzin Sabina von Steinbach, eigentlich undenkbar in der damaligen Zeit, aber umso packender. Sabina ist übrigens noch heute aus Stein gehauen vor dem Straßburger Münster zu sehen. Und das ist nicht die einzige Verbindung zwischen Straßburg und Freiburg, wie der Roman eindrücklich nachzeichnet.
„In diesem Turm aus Licht und Stein begegnen sich Himmel und Erde“, so heißt es an einer Stelle. Begegnung ist vielleicht der rote Faden in diesem Buch, Begegnung zwischen Himmel und Erde, Vergangenheit und Gegenwart, von Menschen und Steinen, Freud und Leid, großen und kleinen Geschichten, Fiktion und Fakten.
Diese kunstvoll miteinander verwobenen Facetten im Kopf, wirkt der Turm des Freiburger Münsters auf mich noch lebendiger und noch meisterhafter auf mich."
Bildung ist Umblättern im Kopf
Der Bildungsherbst 2025 lädt dazu ein, innezuhalten, neue Gedanken zuzulassen und sich von Büchern, Vorträgen und Gesprächen inspirieren zu lassen. Mitarbeitende und Engagierte des Bildungswerks erzählen, was sie lesen – und was sie daraus lesen. Also wie Bildung ihr Leben, Denken, Fühlen, ihr Engagement und ihre Arbeit verändert.
